Inspiriert vom antiken Motiv der Blutrache dreht sich Tarek Assams zeitgenössische Choreographie um das Schicksal der jungen Elektra, in der sich Trauer, Wut und Hass verdichten und gleichsam explodieren, wenn der Mord an ihrem aus dem Trojanischen Krieg heimgekehrten Vater auf das grausamste gerächt wird... Auf multimediale und körperlich-ästhetische Weise beleuchtet das Stück moderne gesellschaftliche Bedingungen für Hass und Gewalt und reflektiert die Rolle vermeintlicher Opfer einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft. Zusammen mit messerscharfen Rhythmen und elektroakustischen Melodien und Soundspaces von Patrick Schimanski kreiert er einen bildgewaltigen und virtuosen Tanzabend, der danach fragt, wie der unheilvolle Stachel des Schicksals zu entfernen ist.
 
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